Judo-was ist das?

 Judo – Freizeitvergnügen als Lebenshilfe
Judo ist mehr als nur eine asiatische Kampfsportart. Judo ist Philosophie. Judo ist ein Weg zur Lebensgestaltung. Das sagt schon der Name, der aus den japanischen Wörtern „JU“ für sanft nachgeben, ausweichen und „DO“ für Weg.
 
Jigoro Kano gründete vor über 100 Jahren in Tokio den „Kodokan“, die „Schule zum Studium des Weges“ Nicht der eigene Sieg um jeden Preis ist das Ziel, sondern zu siegen, ohne den Partner zu verletzen. Wichtig dabei das Streben nach Harmonie durch Selbstbeherrschung, äußerste Konzentration beim Beobachten des  Gegners bis zum blitzschnellen Reagieren auf seine Absichten. Die Faszination des Sieges liegt im Nachgeben.
 
Judo ist ein Sport für jedes Alter.
Judo ist Spiel für Kinder, weil viele Griffe und Würfe, Angriffstechniken und Abwehrreaktionen spielerisch erlernt werden. Judo ist Wettkampfsport für Jugendliche und Erwachsene, die im fairen Zweikampf ihre Kräfte messen wollen. Judo ist vielseitige Körperertüchtigung für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, weil der ganze Körper und alle Muskelpartien gefordert werden.
 
Judo ist ein Sport für die ganze Familie
Jeder bestimmt selbst, wie hart er trainieren will. Jeder kann sich die Wurftechniken, die ihm am besten liegen, aus rund 100 Möglichkeiten selbst aussuchen. Jeder kann sein eigenes Können von Stufe zu Stufe steigern und durch Gürtelprüfungen erfolgreich beweisen.
 
Judo ist ein Sport für jedes Körpermaß
Ob groß oder klein, dick oder dünn – jeder findet durch die Vielfalt der Techniken zu seinem eigenen Wurf. Da Größe und Gewicht nicht entscheiden, können alle miteinander trainieren.
Außenseiter gibt es nicht! Durch häufiges Partnerwechsel im Training werden Gewandtheit und Vielseitigkeit geschult. Es gewinnt nicht der körperlich Stärkste, sondern der, der seine eigene Kraft am besten einzusetzen und die des Gegners am geschicktesten auszunützen versteht.
 
Bester Partner für den Einstieg in den Judo-Sport ist ein Judo-Verein. Er vermittelt die richtigen Informationen. Er bietet vor allem die Möglichkeit zum Schnuppertraining. Für den Anfang genügt ein normaler Trainingsanzug. Erst wenn Judo wirklich Spaß macht, dann braucht man einen der ebenso exotisch aussehenden wie reißfesten „Judo-Gi“, so heißt die mit einem Gürtel zusammengehaltene Kampfkleidung, um kontrolliert werfen oder geworfen werden zu können. Das Training beginnt in der Regel mit Spielen oder einer leichten Aufwärm- und Dehnungsgymnastik, an die sich Fallübungen anschließen. Dann werden Techniken in Stand oder am Boden erlernt. Den Abschluss bildet das sogenannte „Randori“, ein Übungskampf, bei dem man überprüft, ob das, was man vorher als „Trockenübung“ praktiziert hat, auch gegen den Widerstand des Partners funktioniert.
 
Beim Judo gibt es Würfe und Bodentechniken
Bei den Würfen unterscheidet man neben den reinen Angriffstechniken auch Kontertechniken, bei denen der Angriff des Gegners geschickt weitergeführt wird, und Kombinationstechniken, bei denen durch eine angetäuschte Technik beim Partner eine Gegenreaktion hervorgerufen wird, die man dann ausnützt, um so leichter zu werfen. Am Boden unterscheidet man Haltegriffe, Würgetechniken und Armhebel. Ziel der Haltegriffe ist es, den Gegner 25 Sekunden lang am Boden „festzunageln“. Bei den Würgegriffen und Armhebeln zwingt man den Partner durch langsame und kontrollierte Bewegungen zur Aufgabe.
Ob bei Einzel- oder Mannschaftskämpfen, ob im Training oder im Wettkampf: Judo ist immer eine Zweikampfsportart mit Körperkontakt, die deshalb so interessant ist, weil man sich auf jeden Gegner neu einstellen muss.
Judo – Fitness für Körper und Geist
 
Judo für Menschen mit Behinderung
Wir freuen uns, dass in Norden auch für Menschen mit Behinderung die Möglichkeit besteht, den Judosport ausüben zu können und sehr gern verweisen wir hier auf die Judo-Behindertensportabteilung des Süderneulander Sportvereines. Infos erhalten Sie bei der Abteilungsleiterin Gabi Schürmanns, Tel. 04931 9553370 oder per Email: Gabi-Schuermanns@web.de